Die Referentinnen und Referenten

von A bis Z







 
Prof. Dr. Timm Albers
Professor für Inklusive Pädagogik an der Universität Paderborn. Forschungsschwerpunkte: Frühe sprachliche Bildung und Förderung, Inklusion in Kindertageseinrichtungen und Schulen.
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Sprache, Kreativität und Selbstvertrauen fördern – Über die Bedeutung von Bilderbüchern
„Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre...“ Astrid Lindgren macht auf die Bedeutung von Bilderbüchern für die Entwicklung von Fantasie, Kreativität und Emotionen von Kindern aufmerksam. Der Vortrag richtet sich an Vorlesebegeisterte und solche, die es werden wollen. Er gibt Tipps für den altersangemessenen Einsatz durch frühpädagogische Fachkräfte und sucht nach Möglichkeiten, wie auch Familien einbezogen werden können.

 
Udo Baer
Dr. phil. (Gesundheitswissenschaften), Diplom-Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut, Mitbegründer und Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt therapie kreativ, Vorsitzender der Stiftung Würde, wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Gerontopsychiatrie (IGP) und des Kompetenzzentrums für Kinder und Jugendliche (KKJ), Autor. www.baer-frick-baer.de
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Was Kinder brauchen?! – Die sieben Geschenke, mit denen Kinder eine sichere Bindung entwickeln können
Damit Kinder eine gute Fähigkeit zu gelingenden und nachhaltigen (Ver-)Bindungen zu anderen Menschen entwickeln können, bedarf es sicherer Bindungserfahrungen, die sie mit Erwachsenen machen. Diese entstehen nicht durch druckvolle pädagogische Interventionen oder ausgeklügelte Programme, sondern durch Beziehungsgeschenke, die sie in ihren Beziehungserfahrungen erleben.
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Das Wunder der Geborgenheit –
Was Geborgenheit ausmacht und wie wir Geborgenheit fördern können

Das Wort Geborgenheit kommt nicht von „borgen“, sondern von „Burg“, also dem Ort des Schutzes, in den sich Menschen bei Bedrohung flüchten konnten. Geborgenheit ist Schutz, aber umfasst noch mehr: Wärme, Vertrauen ... In diesem Workshop werden Möglichkeiten vorgestellt und erarbeitet, mit denen wir die Geborgenheit bei Kindern fördern können.

 
Dr. phil. Kristina Calvert
geboren am 26. Juli 1961, verheiratet, promovierte Kinderphilosophin, Dozentin, Lehrerin, Autorin, Mutter von 18 Jährigen Zwillingsmädchen. Zweifache Stipendiatin DFG/ Universität Hamburg. Ethikpreis des Sonntagblatts, Anstifter-Preis (Körber) und Kiwiss (Körber) Leitung des Forschungsprojekts „PhiNa-Philosophieren mit Kindern über naturwissenschaftliche Fragen in der inklusiven Begabtenförderung“.
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Mutig, Mutig... Philosophieren mit Kindern
In diesem Workshop stellen wir den Begriff Angst/Mut in das Zentrum des Philosophierens mit Kindern. Dabei werden wir uns besonders damit beschäftigen, warum das Philosophieren mit Kindern Selbstkompetenzen wie Durchhaltevermögen und Anstrengungsbereitschaft fördert . Ganz Praxisnah werden sie ein Instrument für eine inklusive Förderung aller Kinder kennenlernen.
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Ich schaff das schon... Was macht das Ich zum Ich? Kinder im Übergang.

 
Wolfgang Endres
Studienhaus St. Blasien, Referent in der Lehrerfortbildung, Autor zahlreicher Publikationen zur Lernmethodik und Motivationsforschung. Interaktiver Vortrag
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Kreative Motivationsimpulse –
Rü̈ckenwind für ErzieherInnen

Im Zeitalter von Smartphone & Co hat sich die Beziehungskultur verändert. Die Kinder von heute sind in eine digitale Welt hineingeboren worden, in der sich eine andere Lernkultur entwickelt. Von Seiten vieler Eltern ist eine „Anspruchsinflation“ zu spüren. Da heißt es aufpassen, sich als ErzieherIn nicht in die Rolle von Erfüllungsgehilfen und Belohnungsentertainern drängen zu lassen. Der interaktive Vortrag will ErzieherInnen den Rücken stärken und sie in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützen mit kreativen Motivationsimpulsen für sich und die Kinder.

 
  Familienzentren Wolfsburg
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Kinder in Armutslagen –
Erfahrungsaustausch und Ideenwerkstatt

Das Thema Armut spielt in jeder Kindertagestätte und jedem Familienz entrum eine Rolle. Leitungen und pädagogische Fachkräfte sind herausgefordert, mit sensiblen Situationen individuell und wertschätzend umzugehen. Wie gelingt es, Unterstützungsangebote an Betroffene Familien so heranzutragen, dass sie angenommen werden können? Wie vermeidet man beschämende Situationen und stärkt stattdessen Selbstachtung und Eigenaktivität betroffener Familien? Im Workshop wird ein kurzer Einblick in unterschiedliche Problemlagen und Lösungsansätze Wolfsburger Familienzentren gegeben. Vor allem aber soll ein Erfahrungsaustausch im Sinne einer Ideenwerkstatt ermöglicht werden.

 
Sibylle Fischer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und RECOS Beauftragte an der evangelischen Hochschule Freiburg und im dort angesiedelten Zentrum für Kinder- und Jugendforschung in Freiburg i. Brsg. Seit 2008 in Lehre, Forschung und Weiterbildung zu den Themen Prävention und Resilienzförderung, Migration und Interkulturelle Pädagogik, Zusammenarbeit mit Familien, Sozialraum- und Lebensweltorientierung in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendarbeit tätig. Arbeit in der Curriculumsentwicklung zur Chancengerechtigkeit in Kindertageseinrichtungen und wissenschaftlichen Begleitung von Weiterbildnerinnen.
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Das Konzept der Resilienz
und Resilienzförderung

Kinder und Jugendliche wachsen in unserer Gesellschaft unter höchst individuellen Lebensbedingungen auf. Während die einen behütet und mit sozioökonomischen Ressourcen gut ausgestattet sind, leben andere in mehrfach belasteten Milieus unter schwierigen Umständen. Dennoch entwickeln sich auch Kinder und Jugendliche zu starken Persönlichkeiten mit einer positiven Zukunftsperspektive, die mit geringen Ressourcen ausgestattet sind. Seit geraumer Zeit werden in unterschiedlichen Publikationen und Projekten die Chancen der Resilienzförderung herausgearbeitet. Dabei wird erprobt, wie die Resilienzförderung in verschiedenen Kontexten implementiert werden kann, welche Aspekte es dabei zu berücksichtigen gilt und welche Effekte möglicherweise mit Resilienzförderprogrammen erzielt werden können. Diese Entwicklung stützt sich unter anderem auf Befunde der frühen Resilienz- und der Präventionsforschung. Während die Resilienzforschung protektive Faktoren identifizierte, die Menschen dazu befähigen Krisensituationen zu bewältigen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen zu stärken, ist aus der Präventionsforschung bekannt, dass mit einer möglichst frühen Prävention der Verfestigung von Auffälligkeiten entgegengewirkt werden kann. Beides ist in einer resilienzförderlichen Arbeit zu berücksichtigen und auf einer systemisch orientierten Grundlage aufzubauen.

Ziel resilienzförderlicher Interventionen ist es, unter Berücksichtigung von Familien und Sozialraum Menschen für die Bewältigung von Belastungen und Entwicklungsaufgaben zu stärken, den Aufbau protektiver Beziehungsstrukturen zu unterstützen, Handlungsmöglichkeiten zu schaffen, die den Aufbau und die Entwicklung von Resilienzfaktoren fördern und Schutzfaktoren zu verankern, die eine gelingende Entwicklung so früh als möglich unterstützen.

 
André Gatzke
Seit 2006 ist André Gatzke regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Als Reporter in dem von Anja Backhaus moderierten Tiermagazin “Tier hoch vier” (WDR/Das Erste) kämpfte er mit kleinen, weißen Tigern und lief mit bei einem Vogel Strauß-Wettrennen. Seit 2007 moderiert André Gatzke zusammen mit Tanja Mairhofer die “Sendung mit dem Elefanten” (WDR/KIKA), die sich vornehmlich an Vorschüler richtet. Für “Die Sendung mit dem Elefanten” ist er auch regelmäßig als Drehbuchautor aktiv. Seit 2011 ist André Gatzke auch für die “Sendung mit der Maus” im Einsatz z.B. als Reporter der 40-Jahre-Maus-Jubiläumsaktion “Türen auf!” Im Herbst 2015 erscheint „Das André-Spielebuch: 365 Spiele fürs ganze Jahr.“

In einem „kulturellen Extra“ wird er die TeilnehmerInnen mit seiner André Show überraschen. Weitere Informationen: www.andregatzke.de

 
Sabine Hirler
M.A. (Erwachsenenbildung) ist Rhythmiklehrerin, Musikpädagogin (MHS Stuttgart) und Musiktherapeutin (HPG). Fachautorin im Bereich Rhythmik und Musik. Leitung eines pädagogisch-therapeutischen Musikinstitutes. Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Bereich Rhythmik und Musik im In- und Ausland. Zur Zeit promoviert sie im Fachgebiet Pädagogik.
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Klangräume – Spielräume – Bewegungsräume. Persönlichkeitsentwicklung fördern durch Rhythmik und Musik
Die Methoden und Interaktionsformen der Rhythmisch-musikalischen Erziehung (Rhythmik) geben Kindern wichtige Impulse zur Stärkung und Entwicklung ihrer emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Der Vortrag zeigt das breite methodische Spektrum von Rhythmikangeboten auf und ihre Wirkung auf sozial-emotionale Kompetenzen von Kindern. Praxisbeispiele veranschaulichen den theoretischen Input.
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„Von Kisuaheli-Rap bis Schwungtuch-Swing“ Sozial-emotionale Kompetenzen fördern durch Interaktionsprozesse in Rhythmikangeboten
In der Rhythmisch-musikalischen Erziehung stehen analoge Umsetzungen von Musik und Sprache in Bewegung im methodisch-didaktischen Mittelpunkt. Dabei werden zahlreiche Kompetenzen so ganz nebenbei (implizit) vermittelt, wie z.B. die Entwicklung von Sprachkompetenz, dem Zusammenspiel der Sinne und der sozial-emotionalen Kompetenzen. Wie dies mit einfachen Sprachspielen, „musikalisierten“ Materialien und intuitiv spielbaren Instrumenten möglich ist, wird in diesem Workshop erfahrbar gemacht und gemeinsam reflektiert.
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„Lieder für das Leben lernen“ Wie Spiellieder verbinden und bewegen und Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung unterstützen
Das Singen gehört zu den interessantesten und individuellsten Kommunikationsformen des Menschen. Es werden durch Lieder Emotionen, aber auch Geschichten, Märchen und vieles mehr zum Ausdruck gebracht. Wie wichtig eine Erziehung mit Liedern ist und wie Lieder die emotionale, sprachliche und motorische Entwicklung von Kindern fördern, wird in diesem Workshop durch zahlreiche Praxisbeispiele erfahren und theoretisch reflektiert.

 

Vera Kaltwasser
Gymnasiallehrerin, Theaterpädagogin, Lehrerfortbildung, Autorin Ausbildung in Qigong, MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction, USA), Konzeptentwicklung AISCHU (Achtsamkeit in der Schule)
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Das Potential der Achtsamkeit –
Förderung von Resilienz und Wohlbefinden

Das Wort Achtsamkeit ist inzwischen in aller Munde, aber was impliziert eigentlich die Haltung der Achtsamkeit? Wie kann sie ausgebildet werden? Und wie kann sich der berufliche Alltag und die Beziehung zu den Kindern verändern, wenn Erzieherinnen und Erzieher die Haltung der Achtsamkeit verkörpern? Wissenschaftlich eindeutig belegt ist inzwischen, dass eine Einübung in die Haltung der Achtsamkeit einerseits eine zentrale Bedeutung für die Gesunderhaltung und Stressresilienz hat, andererseits die Entfaltung von Mitgefühl und Beziehungsfähigkeit fördert. Ausgehend von den Erkenntnissen der Hirnforschung zu dem engen Wechselspiel zwischen Körper, Gedanken und Gefühlen spannt Vera Kaltwasser ihrem Workshop einen Bogen von dem theoretischen Fundament der Achtsamkeitsforschung zu konkreten Übungswegen, die befähigen Kraft zu schöpfen. Durch eine Schulung der Selbstwahrnehmung werden die persönlichen Stressoren entdeckt und Bewältigungsstrategien entwickelt.

In dem Workshop werden die Teilnehmer zu Forschern "in eigener Sache": Sie erspüren am eigenen Leib die Wirkung von Achtsamkeitsübungen. Es werden Erfahrungsräume geöffnet, in denen die Teilnehmer kreativ und spielerisch zum Beispiel ihre persönlichen Bewertungsmuster erforschen und gestalterisch verwenden können.


 

Michael Klundt
Prof. Dr. päd., Professor für Kinderpolitik im Studiengang für Angewandte Kindheitswissenschaften des Fachbereichs Angewandte Humanwissenschaften an der Hochschule Magdeburg-Stendal
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Kinder zwischen Armut und Reichtum:
Soziale Polarisierungsprozesse und ihre Konsequenzen für Abwertung und Ausgrenzung oder Ressourcen- und Resilienzförderung

Im Vortrag geht es zunächst darum, die reale soziale Polarisierung in Deutschland zu analysieren. Danach wird gezeigt, dass und wie Diskurse und Debatten über (Kinder-) Armut und Reichtum den Zugang zum und die Teilhabe am gesellschaftlichen Fortschritt regulieren und damit auch Exklusion oder Inklusion im Bildungswesen beeinflussen (können). Schließlich zielt der Vortrag auf ressourcen- und resilienzfördernde Alternativen und Gegenstrategien, welche gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen nicht aus den Augen verlieren.


 

Maren Krempin
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Mannheimer Zentrum für empirische Mehrsprachigkeitsforschung (MAZEM). Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind der Spracherwerb und die Sprachförderung mehrsprachiger Kinder im Elementar- und Primarbereich und Beratung von Kitas und Grundschulen bei der Konzeption und Implementierung von Sprachförderung.
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„Freundschaft gestalten – Sprachliche Förderung und Unterstützung von Kinder- freundschaften im pädagogischen Alltag“

Kinder beginnen bereits früh mit anderen Kindern erste Freundschaften zu knüpfen. Eine entscheidende Voraussetzung, um mit anderen in Kontakt zu treten, ist die sprachliche Kompetenz. Ziel des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen Methoden zur Schaffung geeigneter Kommunikationssituationen und zum eigenen Sprachverhalten aufzuzeigen, um Kinder zur Interaktion mit anderen Kindern anzuregen. Die TeilnehmerInnen erfahren, wie Sprachfördersituationen im pädagogischen Alltag gestaltet werden können und wie Kinder darin unterstützt werden können, Freundschaften zu entwickeln.


 
Cathrin Moeller
Delitzsch. Diplomsozial- und Theaterpädagogin, päd. Leiterin der Theaterakademie Sachsen (www.theaterakademie.net), trainiert Pädagogen in theaterpädagogischen Fortbildungskursen, entwickelt und begleitet als Fachberaterin kulturelle Bildungsprojekte von Kulturschaffenden mit Kindertagesstätten und Schulen im Raum Leipzig.
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Selbstvertrauen gewinnen durch Stärkung emotionaler Kompetenz im Theaterspiel nach Bilderbüchern

Es ist längst bewiesen, dass Theaterspielen mit Kindern die Persönlichkeitsentwicklung sehr positiv beeinflusst. Ganz nebenbei werden sprachliche Fähigkeiten, Fantasie, Wahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit und emotionale Kompetenzen gefördert.

Emotional kompetente Kinder können ihre eigenen Gefühle ausdrücken und regulieren, die Gefühle anderer erkennen und verstehen sowie sich im Umgang mit anderen empathisch und prosozial verhalten. Darstellendes Spiel nach Bilderbüchern ist dabei eine Methode, um sich Themen wie Angst und Mut, Wut, Freude, Freundschaft und Streit, Individualität und Konkurrenz, Stärke und Schwäche sowie dem Umgang damit zu nähern. Die Erweiterung des eigenen Handlungsspielraumes stärkt das Selbstbewusstsein, denn der Mut endet nicht am Bühnenrand.

Im Darstellenden Spiel erarbeiten sich die Kinder das Bilderbuch aktiv. Sie spinnen Geschichten weiter, deuten das Verhalten der Figuren und erzeugen damit ihre eigene Vorstellung vom Handeln der Figuren und dessen Ursache. Damit schaffen sie Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt.

In zwei Workshops erleben die TeilnehmerInnen ganz praktisch wie man mit Kindern im Darstellenden Spiel Bilderbuchhelden aus „Der Grüffelo“, „Das schönste Ei der Welt“, „Karni und Nickel“ und „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ zum Leben erweckt und mit einfachen Mitteln ein Theaterstück auf die Bühne bringt.

 

Tanja Pütz
Prof. Dr. phil. habil., Jahrgang 1976, ist Professorin für Bildung und Erziehung an der FH Kiel. Zuvor war sie Juniorprofessorin für Kindheitspädagogik und Allgemeine Didaktik an der Alanus Hochschule uvm.
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„Das kann ich schon alleine“ –
Kinder beteiligen und in ihren Stärken stärken

Rezepte sind in pädagogischen Lernsettings nicht angebracht, da die Bedürfnisse der zu fördernden Kinder ganz unterschiedlich und immer wieder neu sind. Dementsprechend müssen auch die Wege der Förderung flexibel sein. Wie kann eine pädagogische Haltung in der Arbeit mit Kindern Gestalt finden? Welche Möglichkeiten bieten pädagogische Konzepte für die Beteiligung von Kindern? In dem Vortrag werden Kinderaussagen gezeigt, interpretiert und didaktische Ableitungen entfaltet.


 

Dr. Susanne Viernickel
ist Diplom-Pädagogin und Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte in Forschung, Lehre und Praxisentwicklung sind frühe Bildungsprozesse, Qualität, Qualitätsentwicklung und integrierte Bildungs- und Gesundheitsförderung in Institutionen der Kindheitspädagogik sowie Professionalisierung kindheitspädagogischer Fachkräfte.
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Anerkennung und Wertschätzung nur für Kinder – oder auch für Erzieherinnen?

Jeder Mensch braucht Anerkennung und Wertschätzung für sein Engagement und seine Leistungen – auch Erzieherinnen und Erzieher. In der Realität bleiben die gesellschaftliche Anerkennung und die Zuerkennung angemessener Rahmenbedingungen für eine qualitätsvolle pädagogische Arbeit jedoch (zu) häufig aus. Dies hat fatale persönliche und gesellschaftliche Folgen, denn die psychische Befindlichkeit, Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von pädagogischen Fachkräften werden durch mangelnde Anerkennung und schlechte Rahmenbedingungen beeinträchtigt. Dann aber können sie auch Kindern nicht das in vollem Umfang geben, was für deren Entwicklung und Wohlbefinden dringend notwendig ist: Aufmerksamkeit, achtsame Begleitung, emotionale Zuwendung, Spielanregungen und Bildungsimpulse. Nur im Schulterschluss zwischen Politik, Trägern, Leitungs- und Fachkräften kann diese Negativspirale durchbrochen werden.


 

Ute Wieder
Dipl.-Kunstpädagogin, Jg.1962 seit 1991 Projektleiterin, Fortbildnerin und Fachberaterin in der Erwachsenenweiterbildung mit Schwerpunkt „Ästhetische Bildung“ seit 1998 Leiterin des MAL MIR MAL Ateliers im Paritätischen Kindergarten in Göttingen/ Grone seit 2003 Leiterin der Ersten Göttinger Kinder + Kunst Galerie e.V., Atelier und Werkstatt seit 2004 Kunstpädagogische Mitarbeiterin in der Kunstvermittlung des Kunstvereins Göttingen e.V. seit 2011 Kunstpädagogin an der FS für Sozialpädagogik/ BBS Ritterplan Göttingen
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„Das habe ich gemalt!“ – Kinder erleben Selbstwirksamkeit in Kunstprojekten

Kinder setzen Zeichen beim Malen und Zeichnen und bringen damit ihre Beziehung zur Umwelt in eine Form. Sie entwickeln ein Bild von der Welt. Für sie ist das Darstellen ein Klarstellen. Indem Kinder dabei die Möglichkeit erhalten, über einen längeren Zeitraum gemeinsam mit anderen, themenorientiert ihre Ideen umzusetzen, selbstbestimmt und sich in eigener Motivation mit Material und Gestaltungsprozess auseinandersetzen, bestimmen sie ihren Lernprozess . Dabei eröffnet sich den Kindern die Chance, ihren individuellen Ausdruck zu finden, Selbstvertrauen und Sicherheit im eigenen gestalterischen Denken und Handeln zu erlangen. Projektbeispiele aus der Praxis zeigen, wie man Kinderkunstprojektideen findet, die sowohl Freiraum für das Verfolgen eigener und gemeinsamer, als auch für das Nachahmen von Ideen anderer Kinder/ Künstler zulassen und welche Rahmenbedingungen es dafür braucht.
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KINDER – KUNST – KOPF“ –
Ideenwerkstatt zum Projektthema: Porträts vom Ich zum Du zum Wir

Wer bin ich? Was will ich? Was kann ich? Wie sehe ich aus? und Wer bist du?… Sich zeigen, gesehen werden, andere sehen... Das Porträt als Möglichkeit, sich selbst und andere besser kennen zu lernen, sich seinen Gefühlen und Gedanken bewusst zu werden, seinem Eindruck einen Ausdruck zu geben und zu merken, dass man wichtig ist. Im Workshop können im Werkstattcharakter verschiedene Materialien, Techniken, Werkzeuge themenorientiert mit kunstgeschichtlichen Hintergrundblick erprobt und weiterentwickelt werden.


 

Prof. Dr. Renate Zimmer
Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Professorin für Sport- und Bewegungswissenschaft an der Universität Osnabrück. Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)
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Abendvortrag:
Kinder stärken – Kraftquellen finden. Zur Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport für die kindliche Entwicklung
Über den Körper erobern Kinder Schritt für Schritt die Welt. Sie gewinnen ein Bild von sich selbst und nehmen Beziehung zu anderen auf, dabei erwerben sie grundlegende sozial – emotionale, kognitive und sprachliche Kompetenzen. Wie dies vom ersten Lebensjahr an gelingen kann und welche Rolle Bewegung, Spiel und Sport dabei spielen wird in dem Vortrag thematisiert. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie Kinder ihre Potenziale entfalten können und wie ihre Ressourcen über Bewegung gestärkt werden können.
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Abschlussvortrag:
Das Glück der gelungenen Tat – Über den Körper die eigenen Stärken entdecken

Die Entwicklung von Selbstkompetenz ist ein lebenslanger Prozess und ein wichtiges Merkmal der Bildungsbiografie. Kinder gewinnen über ihren Körper Zugang zur Welt, in Bewegung erleben sie „das Glück der gelungenen Tat“. Die Erfahrungen von Selbstwirksamkeit tragen zum Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes bei. In dem Vortrag wird die Bedeutung von Körper- und Bewegungserfahrungen für den Aufbau von Selbstkompetenz als einem wesentlichen Ziel inklusiver Bildungsprozesse erläutert. Anhand von Falldarstellungen wird beschrieben, wie eine ressourcenorientierte Entwicklungsbegleitung gestaltet werden kann.