Die Referentinnen und Referenten

Workshops







   Workshop Nr. 1



Dr. phil. Leokadia Brüderl
Psychologische Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in eigener Praxis; Schematherapeutin (ISST) für Kinder und Erwachsene; Dozentin, Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin (VT, ISST)
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Einführung Schematherapie
Schematherapie gilt als Erweiterung der KVT insbesondere zur Behandlung von KVT-refraktären Patienten mit Persönlichkeitsstörungen. Sie dient der Klärung und Behandlung schwer behandelbarer Störungsbilder mit Ursprüngen in der Kindheit und verbindet behaviorale, kognitive und erlebnisaktivierende Interventionen. Durch Deprivation und Frustration von Kernbedürfnissen früh erworbene hinderliche Selbst- und Beziehungsschemata werden in ihrer Wirksamkeit auf momentane Gesamtzustände im Modusansatz in und mit der therapeutischen Beziehungsgestaltung nach einer klaren, individualisierten Fallkonzeption analysiert und modifiziert. Die Stärkung erwachsener Anteile mit einer Verbesserung der adaptiven Regulationsinstanz einer Person bestimmen die erlebnisorientierte, emotionsfokussierte Klärungs- und Veränderungsarbeit.

Der Workshop am Vormittag
ist ausgebucht!


   Workshop Nr. 2



Laura Seebauer
Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie). Von 2008–2014 klinische und wissenschaftliche Tätigkeit an der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Freiburg. Forschungsschwerpunkte: Mentale Bilder und Imaginatives Überschreiben. Seit 2014 an der Ambulanz für stressbedingte Erkrankungen der Universität Freiburg.
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Imaginative Techniken
in der Schematherapie

Imaginatives Überschreiben (Imagery Rescripting [ImRS]) ist ein emotionsfokussiertes Interventionserfahren und eine zentrale Technik in der Schematherapie. Mit ImRS-Übungen werden belastende Erinnerungen und sich aufdrängende, innere Bilder in der Vorstellung so bearbeitet, dass sich das emotionale Erleben der Patienten positiv verändert. Anhand von Vortrag, Video-Demonstrationen und Übungen in Kleingruppen wird den Teilnehmern das Vorgehen beim ImRS vermittelt. Darüber hinaus werden typische Schwierigkeiten sowie verschiedene Varianten von ImRS dargestellt und diskutiert. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern das Vorgehen beim ImRS zu vermitteln und dieses in Kleingruppen zu üben.

Der Workshop am Vormittag
ist ausgebucht!

   Workshop Nr. 3



Prof. Claas-Hinrich Lammers
studierte Medizin an der Universität Hamburg, wo er im Fach Psychiatrie promovierte. Facharztausbildung am Max-Planck-Institut in München, und an den Universitätskliniken von Marburg und Lübeck. Forschungsaufenthalte am Centre Paul Broca, Paris und am NINDS, Bethesda im Bereich der molekularen Dopaminrezeptorforschung. Oberarzt an der Universitätsklinik Lübeck und der Charité, Berlin, wo er 2001 habilitierte. An der Charité leitete er einen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Persönlichkeitsstörungen. Seit 2006 Ärztlicher Direktor und Chefarzt der I. und III. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll.
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Emotionsfokussierte Arbeit
mit der Zwei-Stuhl-Technik

Eine der wirksamsten Techniken zur Aktivierung und Bearbeitung von problematischen Emotionen ist die Zwei-Stuhl-Technik. Insbesondere für Emotionen wie Scham, Schuld, Traurigkeit, Einsamkeit, welche im Mittelpunkt von selbstabwertenden Schemata stehen, bietet sich diese erlebnisorientierte Technik immer wieder an. In diesem Workshop wird das Konzept der Zwei-Stuhl-Technik erklärt und anhand von Videobeispielen und Rollenspielen in der Gruppe veranschaulicht.

Der Workshop ist ausgebucht!

   Workshop Nr. 4
Frauke Melchers
Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) und zertifizierte Schematherapeutin. Seit 2013 an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm.
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Stuhldialoge in der Schematherapie
Stuhldialoge sind eine in der Schematherapie häufig eingesetzte Technik, die auch in vielen anderen Verfahren zur Anwendung kommt. In diesem Workshop wird ein kurzer Überblick gegeben über wichtige Prinzipien beim Einsatz von Stuhldialogen. Typische Formate von Stuhldialogen im schematherapeutischen Kontext werden erläutert und anhand von Videos und Fallbeispielen der Teilnehmer demonstriert. Schwerpunkte bilden Stuhldialoge in der Behandlung von Bewältigungsmodi und dysfunktionalen Elternmodi.

Der Workshop am Vormittag
ist ausgebucht!

   Workshop Nr. 5



PD Dr. Gitta Jacob
Psychologische Psychotherapeutin, geb. 1973. Von 2002 bis 2010 klinische und wissenschaftliche Tätigkeit an der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Freiburg. Von 2010 bis 2013 in der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Freiburg. Seit 2013 leitende Psychotherapeutin bei der GAIA AG Hamburg. Supervisorin für Verhaltenstherapie, zertifizierte Schematherapeutin, langjährige Dozententätigkeit zu den Themen Schematherapie, emotionsfokussierte Techniken, schwierige Situationen in der Psychotherapie, Borderline-Persönlichkeitsstörung.
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Imaginative Techniken
mit nicht-biografischen Bildern

In der Schematherapie wird imaginativ in erster Linie im Rahmen des imaginativen Überschreibens mit biografischen mentalen Bildern gearbeitet. Imaginative therapeutische Arbeit kann jedoch auch mit allen anderen Typen von mentalen Bildern durchgeführt werden, angefangen von (Alp-)Traumbildern über Zukunftsbilder bis hin zu den verschiedensten Varianten symbolischer Bilder und Metaphern. Egal mit welchen Bildern man arbeitet, es werden immer wieder ähnliche emotionale Prozesse angestrebt. Es geht meist um das Verstehen und die Lösung emotionaler Konflikte und den Aufbau selbststärkender, positiver Gefühle. Im Workshop wird das Vorgehen erläutert und anhand praktischer Beispiele und Rollenspiele demonstriert und diskutiert.

Der Workshop ist ausgebucht!

   Workshop Nr. 6



Dr. med. Eckhard Roediger
geb. 1959, Neurologe, Psychiater und Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Ausbildungen in tiefenpsychologischer und Verhaltenstherapie. Vormals Aufbau und Leitung der Psychosomatischen Abteilung am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin, seit 2007 niedergelassen in Frankfurt/Main und als Dozent und Supervisor für Verhaltenstherapie und Schematherapie tätig. Dozent für die KatHO NRW in Köln und in München. Leiter des Instituts für Schematherapie-Frankfurt (IST-F), Mitglied des Gründungsvorstandes der Internationalen Schematherapiegesellschaft (ISST), Past-Präsident und aktuell Schatzmeister.
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Stuhldialoge für 2: bei Paaren, in der Supervision und bei anderen Konflikten
Das Schematherapiemodell beschreibt, wie unbefriedigte kindliche Grundbedürfnisse zu frühen, maladaptiven Schemata und nachfolgend dysfunktionalen Bewältigungsstrategien führen. In allen Arten von Beziehungen werden im Sinne einer sog. „Beziehungs-Chemie“ unbewusst wechselseitig die schemaaktivierenden „Knöpfe gedrückt“ und eine Spirale eskalierender Bewältigungsversuche, ein sog. Modus-Zirkel, entsteht. Neben gemeinsamen Imaginationsübungen stellen Stuhldialoge ein wichtiges, erlebnisaktivierendes Element in der Schematherapie dar. Sie können auch genutzt werden, um in allen Arten von dyadischen Beziehungen wieder eine emotionale Anknüpfung zu schaffen. Dies gilt für Paarbeziehungen genauso wie für alle anderen Konflikte – also auch in der Therapie bzw. der Supervision. Der Workshop führt in den Ansatz der interpersonalen Schematherapie ein, zeigt die Entstehung von Moduszirkeln und deren Auflösung mit dem Moduszirkel-Memo bei Paaren und Konflikten im Allgemeinen mit einer Live-Demonstrationen und einer Übung. Es wird auch besonders auf die Moduszirkel in der Supervision eingegangen.

Der Workshop am Nachmittag
ist ausgebucht!

   Workshop Nr. 7



Dipl.-Psych. Christine Zens
Institut für Schematherapie Hamburg (Leitung). Dozentin, Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin für Schematherapie und Verhaltenstherapie. Mitglied des Trainer- und Supervisorennetzwerks der ISST. Deutsche Vertreterin des Zertifizierungskomitees der ISST und stellvertretende Sprecherin der Fachgruppe Schematherapie im DVT.
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Schwierige Situationen
in der Schematherapie

Schwierige Situationen ergeben sich in nahezu jeder schematherapeutischen Behandlung. Sie entstehen entweder aufgrund des problematischen Interaktionsverhaltens von Patienten, z.B. durch dependente Muster, hartnäckige Vermeidungstendenzen oder entwertende/herablassende Verhaltensweisen. Oder sie ergeben sich durch die Brisanz einer Situation selbst (z.B. Suiziddrohungen, aggressive Verhaltensweisen). Der Umgang damit gehört demnach quasi zum Handwerkszeug jedes Schematherapeuten. In diesem Workshop werden zunächst einige schwierige Situationen zusammengetragen. Anschließend soll exemplarisch der Umgang damit (grundlegende Überlegungen sowie Einsatz von z.B. empathischer Konfrontation, Stuhldialogen) anhand von Demonstrationen, Videobeispielen und kleineren Übungen erarbeitet werden. Dabei sollen auch typische Therapeuten(reaktions)muster Berücksichtigung finden.

   Workshop Nr. 8



Dipl. Psych. Yvonne Reusch
Psychologische Psychotherapeutin, Dozentin und Supervisorin für Verhaltenstherapie und Schematherapie, Co-Leitung der Institute für Schematherapie Stuttgart IST-S und Westfalen IST-W, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Klinikum am Weissenhof, Weinsberg.
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Aufbau von Selbstregulation und Impulskontrolle in der Schematherapie
Störungen von Selbstregulation und Impulskontrolle begegnen uns in der Therapie bei einer Vielzahl von Störungsbildern (z.B. als „Verhaltenssüchte“). Impulskontrollstörungen werden in diesem Workshop zunächst in das schematherapeutische Modusmodell eingeordnet. Anhand konkreter Fallbeispiele werden dann die Möglichkeiten der Verbindung „klassischer“ kognitiv-verhaltenstherapeutischer Techniken zur Verbesserung von Selbstregulations- und Impulskontrollfertigkeiten mit den schematherapeutischen Interventionen (vor allem Stuhldialoge und Imagination) praxisnah vermittelt.

Der Workshop ist ausgebucht!

   Workshop Nr. 9



Dipl.-Psych. Gisela Henn-Mertens
Seit 2010 zertifizierte Dozentin und Supervisorin für Schematherapie (ISST ). 2016 Übernahme der Leitung des Instituts für Schematherapie Köln (IST-K). Schwerpunkte der therapeutischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Cluster-C-Persönlichkeitsstörungen und die Integration achtsamkeitsbasierter Interventionen in die schematherapeutische Arbeit.
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Schematherapie bei
Borderline-Persönlichkeitsstörung

In der Behandlung von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) hat sich die Schematherapie als sehr wirksam erwiesen. Im Workshop steht entsprechend der aktuellen Entwicklung der Schematherapie die Arbeit mit dem Modusmodell im Zentrum. Der Workshop gibt einen Überblick über die theoretischen Grundlagen und insbesondere die praktische Anwendung des schematherapeutischen Modus-Modells bei Borderline-PS. Anhand von Fallbeispielen wird veranschaulicht, wie Sie ein schematherapeutisches Störungsmodell (Fallkonzeptualisierung mit Modusmodell) erstellen und zentrale schematherapeutische Techniken bei Patienten mit BPS einsetzen.

Der Workshop am Nachmittag
ist ausgebucht!

   Workshop Nr. 10



Dr. Christof Loose
ist promovierter Diplom-Psychologe, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, zertifizierter Schematherapeut für Kinder und Jugendliche (ISST e.V.) und arbeitet in eigener Privatpraxis sowie als wissenschaftlicher Angestellter in der Abteilung für Klinische Psychologie der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.
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Modusarbeit mit Kindern
Der Workshop führt in die Schematherapie mit Kindern ein. Im Zentrum stehen dabei eine altersgerechte Psychoedukation des Patienten vor dem Hintergrund des Schema-Modus-Modells sowie die methodischen Zugänge zur altersgerechten Vermittlung mithilfe von Modus-Skizzen, Finger- und Handpuppen, Symbolen, Tieren, Schlümpfen®, Schablonen, Holzfiguren, Moduskarten und klassischen Stuhldialogen. Die Teilnehmer lernen, wie eine Modus-Skizze erstellt und ein sog. Modus-Interview durchgeführt wird. Gegen Ende des Workshops wird in groben Zügen die Modusarbeit mit den Eltern skizziert, sodass sowohl ein umfassender Überblick, aber auch fokussierter tieferer Einblick in die modusgeleitete verhaltenstherapeutische Arbeit mit den Kind möglich ist.

   Workshop Nr. 11


Dipl.-Psych. Wiebke Graf
Gestaltorientierte Drama- und Theatertherapeutin, langjährige klinische Tätigkeit in der integrierten Versorgung und Privatpraxis, Seminar- und Vortragstätigkeit in der Erwachsenenbildung, beruflichen Rehabilitation, Gesundheitsprävention und Therapieausbildung.
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Theatertherapeutische Techniken
Theatertherapie ist eine Therapieform, in der Handeln und Erleben des Patienten im Vordergrund stehen. Sie nutzt Techniken aus Schauspieltraining, Improvisation, Masken-, Clowntheater u.a. und stellt eine Verbindung her zwischen Verfahren moderner Psycho- und Sozialtherapien und den heilsamen Aspekten des Theaters. Sie bietet Raum, um Stimmungen und Emotionen wahrzunehmen, auszudrücken und zu steuern. Durch die Einnahme einer Rolle wird zudem bei der Arbeit mit Emotionen ein Schutzraum geboten. Gerade in der schematherapeutischen Modusarbeit können theatertherapeutische Techniken sehr gut integriert werden. Im Workshop werden nach einer kurzen Einführung einfache Techniken vorgestellt und in Kleingruppen erprobt. Ein besonderer Fokus liegt hier auf dem Konzept von Kontakt und Grenzen.