Die Referentinnen und Referenten

von A bis Z







 


Mirjam Pressler
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Gespräch mit dem Symposion-Ehrengast
im Literaturcafé – Einblicke in das Schaffen
einer Schriftstellerin mit Trailer aus dem Film "Lauf, Junge lauf!"

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"Mirjam Pressler ist eine scharfe Beobachterin, und ihr Gehör ist erschreckend gut. Bei ihr gibt es kaum abgegriffene Sätze, die Milieu-Schilderungen sind so präzise und facettenreich, dass sie dem Leser mühelos unter die Haut gehen."
(St. Galler Tageblatt)
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Sie selbst schreibt auf ihrer Homepage www.mirjampressler.de:

„Ohne Bücher bleibt die Welt eng, die Möglichkeiten dessen, was man für denkbar und daher auch für machbar hält, begrenzt. Wir brauchen viele Bücher, viele, viele, verschiedene Bücher. Viele kleine Gucklöcher in der Wand, die zwischen uns und der oft so unverständlichen Welt steht. Bücher können einen Ausblick geben. Keines kann die ganze Welt zeigen. [...] Ich gebe mich nicht der Illusion hin, Bücher könnten die Welt verändern, aber für einzelne Menschen kann ein bestimmtes Buch eine wichtige, Welt bewegende Bedeutung erlangen.“

Für ihr herausragendes literarisches und übersetzerisches Werk hat Mirjam Pressler zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen erhalten.
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Buber-Rosenzweig-Medaille
Die Medaille wird der großen Erzählerin im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Woche der Brüderlichkeit in Kassel verliehen – für »ihr herausragendes literarisches und übersetzerisches Werk«, wie es in der Presseinformation des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V. heißt: In ihren Romanen und Erzählungen, die nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene ansprechen, habe Pressler es vermocht, jüdisches Leben in der Zeit des Nationalsozialismus und danach dem deutschen Publikum, insbesondere den nachwachsenden Generationen, erzählerisch nahe zu bringen. Ihre schonungslose und mutige Darstellung „beschädigter Kindheiten“ müsse als Plädoyer für eine offene und tolerante Gesellschaft begriffen werden. Mit ihren Übersetzungen aus dem Hebräischen, Jiddischen und Niederländischen sei es ihr zudem gelungen, Fremdheiten abzubauen und ein differenziertes, vielschichtiges Bild der israelischen Gesellschaft in der Folge des Holocaust zu vermitteln.
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Deutscher Jugendliteraturpreis 2010 – Sonderpreis Gesamtwerk
Mirjam Pressler, wurde zur Frankfurter Buchmesse 2010 der der Sonderpreis für ihr Gesamtwerk verliehen.



Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ist Teil des Deutschen Jugendliteraturpreises und wird seit 1991 jährlich wechselnd an deutsche Autoren, Illustratoren und Übersetzer vergeben. Bereits 1994 hatte Mirjam Pressler den Sonderpreis für ihr Übersetzungswerk erhalten. Aus der Jurybegründung: Bereits mit ihrem Debüt »Bitterschokolade« profilierte sich Mirjam Pressler als „wesentliche Stimme einer antiautoritären Jugendliteratur. Es folgten Romane, die heute zu den Klassikern zählen und deren ‚beschädigte Kindheiten’ ihre Aktualität und Brisanz behalten haben. Mit Beginn der 90er Jahre erweiterte die Autorin ihren Blick auf jüdische Kindheiten während des Holocausts in Europa. Insbesondere im Leben und Werk der Anne Frank fand sie eine generationsübergreifende Symbolfigur. Parallel dazu nutzte sie literarische Vorlagen und Stoffe der Weltliteratur, um sich mit literarischen Mitteln für eine Völkerverständigung einzusetzen.“
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Freitag, 20.15 Uhr, Plenumsvortrag

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