Die Referentinnen und Referenten

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Denis Scheck (ARD)
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Literaturkritiker, Übersetzer, Autor und Herausgeber Denis Scheck nimmt sich einmal im Monat in der ARD-Sendung "Druckfrisch" die Spiegel-Bestsellerliste vor, und das auf seine ganz spezielle Art. Er lobt und lästert, ob Belletristik, Krimis, Sach- oder Kochbücher - nichts ist vor ihm sicher. Die Autoren fürchten ihn, die Zuschauer lieben ihn. Kaum einer pfeffert Bücher derart schwungvoll ins Aus wie er. Seine Kritiken und Übersetzungen sind preisgekrönt.
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Vom Guten, Wahren, Schönen – und vom Albernen, Überflüssigen und Banalen
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Über die Bedeutung von Literatur in seiner Jugend, über Massengeschmack und darüber, was ein Buch haben muss, damit er es der Welt näher bringen möchte, sagte er in einer WDR-Sendung: "Es muss mir mit sanften Ohrfeigen den Kopf wenden, es muss mich die Welt anders sehen lassen, eine Perspektive entwickeln, die ich bisher noch nicht hatte, und es darf mich nicht nur dumpf in meinen Vorurteilen und Grundüberzeugungen bestätigen."

Mit dieser Einstellung machte Denis Scheck sich 2013 auf den Weg: Er fliegt einmal um den Globus und trifft herausragende Persönlichkeiten der Weltliteratur. In Paris diskutiert Scheck mit dem Schriftsteller-Ehepaar Siri Hustvedt und Paul Auster über Kunst im Kapitalismus und die Chancen, mit Literatur auf die Gesellschaft einzuwirken.



In Edinburgh erfährt er von Joanne K. Rowling, ob Geld frei macht, wie man mit Romanen Hollywood Paroli bietet und dass Sie ein Comeback von Harry Potter nicht ausschließt. In Toronto lässt er sich von der Kanadierin Margaret Atwood über Länder- und Geschlechtergrenzen aufklären.



In Kapstadt spricht er mit dem gebürtigen Somalier Nuruddin Farah über Literatur der sogenannten ersten und dritten Welt und ob die engagierte Literatur wirklich am Ende ist.



Und in Tokio schließlich trifft Denis Scheck auf den genialen Manga-Zeichner Jiro Taniguchi und lässt sich von ihm in eine Literatur jenseits der Sprache entführen, in deren Alptraumrepertoire die Katastrophe von Fukushima längst vorausgeahnt wurde.
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Sonntag, 11.30 Uhr, Plenumsvortrag

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