Die Referentinnen und Referenten

von A bis Z







 




Karl Kaz
(Diplom-Ökonom) ist Verlagsleiter Deutschland des hep verlags. Nach Tätigkeiten bei verschiedenen privaten Bildungsträgern insbesondere in der kaufmännischen Berufsausbildung und in der Fort- und Weiterbildung wechselte Karl Kaz ins Verlagswesen und nahm seither verschiedene Funktionen als Redaktionsleiter, Verlagsleiter und Geschäftsführer wahr. Er ist der verantwortliche Projektleiter für das Aktionskartenspiel »Nachhaltige Entwicklung« im hep verlag.
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Nachhaltige Entwicklung im Lernspiel

Zum Problem von Lernspielen im Unterricht Geben wir es zu: Lernspiele im Unterricht durchzuführen, das ist keine einfache Sache. Zum einen konkurrieren heute »physische« Spiele mit den digitalen Anwendungen, die viele Schülerinnen und Schüler in ihren Bann ziehen, zum anderen ist die Vorbereitung und Durchführung vieler Spiele einfach zu komplex, als dass man diese sinnvoll in der immer noch üblichen Stundentaktung unterbringen kann. Aber: Der tatsächliche Lerneffekt eines Lernspiels im Unterricht kann enorm hoch sein, da die Schülerinnen und Schüler tatsächlich aktiv werden müssen (Das hier konkret vorgestellte Spiel heißt deshalb auch Aktionskartenspiel!) und sich hiermit Kompetenzen ausbilden, die in vielen anderen Unterrichtsformen nicht oder nicht so stark gefördert werden. So stehen hier insbesondere die aktive Kommunikation und der soziale Kompetenzerwerb im Vordergrund. Der Wissenserwerb schleicht sich indessen durch die Hintertür ein und steht nicht im Vordergrund.
Drei Bedingungen müssten mithin erfüllt sein, damit ein Lernspiel sinnvoll integriert werden kann:
• Die Schülerinnern und Schüler müssen relativ schnell Spielspaß = Motivation bekommen.
• Das Thema selbst muss tragend und motivierend sein.
• Das Handling (Vorbereitung/ Durchführung) muss in einem dem schulischen Geschehen angemessenen Aufwand machbar sein (für Lehrerinnen und Lehrer wie auch für die Schülerinnen und Schüler)
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Das Thema Nachhaltigkeit
Was bedeutet eigentlich »nachhaltige Entwicklung«? Gemäß der Brundtland-Definition (Bericht der Brundtland-Kommission, benannt nach der Vorsitzenden der Kommission, der damaligen norwegischen Ministerpräsidentin, an die UNO 1987) verlangt eine nachhaltige Entwicklung, »dass die heute lebenden Menschen ihre Bedürfnisse decken können, ohne den in Zukunft lebenden Menschen die Möglichkeit zu nehmen, ihre eigenen Bedürfnisse zu decken«.
Zentral sind dabei:
• Das Konzept der Bedürfnisse, namentlich die Grundbedürfnisse der Armen dieser Welt.
• Die Idee der Begrenzungen, das heißt, dass die Umwelt nicht unbegrenzt Ressourcen zur Verfügung stellen und die entstehenden Abfälle und Emissionen aufnehmen kann.
Die Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung werden in der Regel in vier Zieldimensionen gegliedert:
• soziale Gerechtigkeit (Soziales)
• wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit (Wirtschaft)
• ökologische Nachhaltigkeit (Ökologie)
• politische Stabilität (Politik)
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Das Aktionskartenspiel
»Nachhaltige Entwicklung«

Das vorgestellte Lernspiel handelt von eben dieser »Nachhaltigen Entwicklung«. Dieses Schlagwort ist in aller Munde und doch kennen nur wenige Schülerinnen und Schüler seine genaue Bedeutung. Anhand der von der Politik zur nachhaltigen Entwicklung festgelegten Ziele wird aufgezeigt, inwieweit sich Deutschland nachhaltig entwickelt. Fälle aus dem Alltag und dazugehörige statistische Daten machen die nachhaltige Entwicklung transparent. Hierbei geht es nicht um exakte statistische Genauigkeit, die Zahlen sind vielmals gerundet, sondern darum, dass die Schülerinnen und Schüler ein Gefühl für die jeweiligen Größenordnungen bekommen und auch sicher Trends einschätzen können. Die Informationen auf den Karten decken viele Bereiche des alltäglichen Lebens ab und bilden die Grundlage des Spiels. Dabei werden Spielspaß und Interaktion mit aktuellen Informationen zum Entwicklungsstand Deutschlands kombiniert. »Nachhaltige Entwicklung – Ein Aktionskartenspiel« leistet somit einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, die Inhalte des Orientierungsrahmens für den Lernbereich »Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung« zu vermitteln. Dieser ist ein gemeinsames Projekt der Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Spiel dient dem Ziel den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht der allgemein- und berufsbildenden Schulen fächerübergreifend zu verankern.
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Zum Einsatz des Lernspiels
Das Thema Nachhaltigkeit lässt sich in den unterschiedlichsten Unterrichtsfächern unterbringen z.B.: Wirtschaft, Politik, Deutsch, Geografie oder auch Religion/Ethik. Das Spiel ist ab dem Alter von 14 Jahren im Unterricht einsetzbar. Gewinnen Sie einen Eindruck von der Einsatzfähigkeit von Lernspielen im Unterricht im Allgemeinen und testen Sie, ob bei diesem Aktionskartenspiel zur Nachhaltigkeit die drei Bedingungen des Gelingens (schneller Spielspaß, tragendes Thema, akzeptables Handling) erfüllt sind.
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Der Referent
Da die ursprünglichen Referenten Markus Eder und Jörg Müller leider verhindert sind übernimmt der verantwortliche Projektleiter des Spielprojektes im hep verlag, Karl Kaz, die Workshop-Leitung.
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Freitag, 17.00 Uhr
Samstag, 11.15 Uhr

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